Krankenbesuch in der Klinik: Nicht auf die Bettkante setzen

Krankenbesuch in der Klinik: Nicht auf die Bettkante setzen

Wer im Krankenhaus frisch Operierte oder Tumorpatienten besucht, sollte dringend eine Reihe Vorsichtsmaßnahmen beachten – um die Patienten vor gefährlichen Keimen zu schützen. „Auch wenn gerade Angehörige gerne kuscheln und Küsse tauschen – verzichten Sie besser darauf“, rät der Erfurter Chirurg und Krankenhaushygiene-Experte Dr. Roland Göb im Patientenmagazin „HausArzt“. Eine Hand zu streicheln sei weitaus gefahrloser. „Niemand weiß, welche Keime er mit sich trägt, die dem Kranken gefährlich werden können.“ Gerade die mittlerweile weitverbreiteten multiresistenten Mikroorganismen schadeten dem gesunden Keimträger nicht, könnten bei Kranken aber zu schweren Infektionen führen. Die Besucher sollten sich dem Experten zufolge lieber auf einen Stuhl setzen als auf die Bettkante. „Dabei können Keime von der Kleidung übertragen und umgekehrt vom Patientenbett aufgenommen werden.“ Sehr wichtig sei die Handhygiene. „Im Eingangsbereich jeder Klinik gibt es Spender mit Desinfektionsmitteln. Verreiben Sie die Flüssigkeit auf den Fingern, in den Zwischenräumen und auf dem Handrücken – bis alles trocken ist.“ Auch Geländer, Fahrstuhlknöpfe und Türklinken könnten Keime übertragen. „Desinfizieren Sie sich daher im Zimmer erneut“, so Göb. Alleiniges Händewaschen sei kontraproduktiv. „Das Wasser weicht die Haut auf und bietet so Keimen ein ‚angenehmes Plätzchen‘.“ Das Patientenmagazin „HausArzt“ liegt in Hausarztpraxen aus.

Meldung:wortundbildverlag 24.05.2018

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